Androsmane
Was ist ein Androsmane-Hut? Beim Androsmanen handelt es sich um eine Form des Dreispitzes, welche in den häufigsten Fällen aus schwarzem Filz gefertigt wurde. Die drei Spitzen des Androsmanen entstehen durch das Hochschlagen der drei Krempenseiten. Die Form entwickelte sich aus seinem Vorgänger, einem breitrandigen Militärhut aus dem 17. Jahrhundert, bei dem die vordere und hintere Krempenseite weit nach oben geschlagen waren. Die hintere Seite war dabei eher steif und gerade, die vordere abgerundet und geschwungen. Zusätzlich besaß er eine weitere Seite, die heruntergeklappt war und leicht spitz zulief.
Dieser Vorgänger des Androsmanen wurde von Offizieren im 17. Jahrhundert getragen. Das waren bei den Briten die Cavaliers und bei den Franzosen die Musketiere. Die Kopfbedeckung sah dabei zwar stilvoll aus, war in der Praxis aber äußerst hinderlich. Denn die breiten Seiten des Hutes führten dazu, dass der große Hut beim Reiten hin und her rutschte. Aus diesem Grund musste die Hutkrempe hochgesteckt werden, um einen guten Sitz zu sichern, oder gekniffen werden, damit die Sicht nicht behindert wurde. Daher war der breite Hut in den nächsten Jahren immer seltener zu sehen. Als Alternative wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts der Androsmane, eine Variante des Dreispitzes, sehr populär. Bezeichnet wurde diese Hutform in England als „cocked hat“ und in Frankreich als „tricorne“.
In der Geschichte hatte der Androsmane eine wichtige Funktion, da dieser die Zugehörigkeit der Offiziere zeigte. Heute dient der Hut als Accessoire für eine Kostümierung.