Florentinerhut

Florentinerhut

Was ist ein Florentinerhut? Der Florentinerhut ist ein schicker Damenhut mit einem flachen Kopfteil. Er lässt sich aufgrund seiner breiten, meist biegsamen Krempe am ehesten in die Kategorie der Schlapphüte einordnen. Gefertigt wird der Florentinerhut traditionell aus Stroh. Somit bietet er hervorragenden Schutz vor der Sonne und schädlichen UV-Strahlen.

Eine besondere Verzierung, mit welcher der Florentinerhut häufig ausgestattet wird, sind Hutgarniturbänder. Hierbei handelt es sich nicht selten um Bänder aus edlen Materialien, wie z. B. Rips, Chiffon oder Seide, die es in unterschiedlichen Breiten gibt und die in der Regel seitlich zu einer dekorativen Schlaufe gelegt sind.

Da Florentinerhüte traditionell aus Stroh gefertigt werden, sind sie meist in Naturtönen gehalten. Die Bänder hingegen können in den unterschiedlichsten Farben gestaltet sein. So gibt es eher schlichte Farben, wie z. B. Schwarz, die dem Hut eine elegante Note verleihen. Es finden sich aber auch Modelle mit Garnituren in bunten Farben, die für einen frischen und fröhlichen Look sorgen. Durch seine enorme Krempenbreite strahlt der Hut zudem eine besondere Dominanz aus. Diese Ausstrahlung kann bei der Outfitkombination gekonnt genutzt werden, wobei die Kopfbedeckung dem Look seiner Trägerin gern das i-Tüpfelchen aufsetzt.

Die Geschichte des Florentinerhutes beginnt schon im 18. Jahrhundert, wo er von Kunstmalern oft als Requisit für Gemälde verwendet wurde. Später, in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zum Anfang des 20. Jahrhunderts, wurde der Florentinerhut vor allem als Sommerhut getragen. In den 1930er und in den 1950er Jahren erlebte der Florentinerhut ein modisches Comeback und wurde als trendiges Accessoire kombiniert. Auch heute noch ist der elegante Hut vor allem als Anlasshut bekannt, der besonders gerne zu festlichen Veranstaltungen ausgeführt wird.