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Doktorhut: Der große Wurf für Hochschulabsolventen
Mit Erfolg wurden Höhen und Tiefen des Studiums gemeistert und nun ist der Abschluss geschafft. Das ist ein Grund, um zu feiern! Und eins darf dabei nicht fehlen: der Doktorhut. Es ist nicht verwunderlich, dass der berühmte Hut nicht nur in Amerika großen Anklang findet. Auch hierzulande ist man der Meinung, dass die Talare und Hüte bei einem erfolgreichen Universitätsabschluss einfach dazugehören.
Die angemessene Würdigung deiner über Jahre erbrachten Leistung durch das Tragen der Robe und allem voran des Doktorhuts hast du dir einfach verdient.Wie ist die Bezeichnung für den Hut bei Abschluss des Studiums?
Der schwarze Hut mit dem viereckigen Dach und der Quaste wird im Englischen aufgrund seiner Form „Mortarboard“ genannt, was so viel wie „Mörtelbrett“ oder „Maurerkelle“ bedeutet. Bei uns ist er auch bekannt als Barett, Abschlusshut, Bachelorhut, Masterhut, Akademikerhut, Absolventenhut oder Doktorhut.
Die Geschichte des Doktorhuts
Der typische Doktorhut ist seit Mitte des 15. Jahrhunderts bekannt und wurde insbesondere von den Gelehrten getragen, geprägt vom starken Einfluss der Kirche auf die Lehre. Denn der heute zur akademischen Festkleidung gehörende Hut hat seinen Ursprung in der traditionellen Amtskleidung der katholischen Geistlichen. Je nach Stand oder Position konnten dabei Verzierungen wie Schnüre, Perlen oder Federn angebracht sein.
Die Doktorhut-Tradition
Traditionell wurde der Doktorhut bei der Abschlusszeremonie des Studiums, insbesondere bei der Verleihung des Doktorgrades, symbolisch überreicht. Ab diesem Zeitpunkt war man berechtigt, die klassische Amtskleidung zu tragen, um sich nach außen hin als Gelehrter zu präsentieren. Eine einheitliche akademische Amtstracht diente vor allem der Differenzierung von der höfischen Gesellschaft, die oftmals keinen Zugang zu Bildung hatte, sowie zur Differenzierung unter den Gelehrten selbst. Durch verschiedenfarbige Kleidungsstücke wurden die Lehrkörper voneinander abgegrenzt, was die unterschiedlichen Ränge der Fakultäten und das herrschende Autoritätsverhältnis untereinander verdeutlichen sollte.
Diese Tradition hat sich bewährt und wird bis heute durch die verschiedenfarbigen Quasten, Hüte oder Talare der Absolventen der unterschiedlichen Fakultäten fortgeführt. Seither ist es üblich, dass Juristen ein Barrett mit lila Quaste, Medizin-Absolventen hingegen eine grüne und Theologen eine rote Quaste an ihrem Doktorhut tragen. Dies hat heutzutage jedoch lediglich symbolische Wirkung. Obwohl der Doktorhut in der gegenwärtigen Zeit eher weniger gebräuchlich bei der Verleihung des Doktortitels ist, steht er seit jeher als Symbol für das Erlangen eines Akademikertitels, wie z. B. dem Bachelor- oder Masterabschluss.Traditionsgemäßer Abschluss: Den Doktorhut richtig tragen
Für eine traditionelle Abschlussfeier darf also auf Talar und Doktorhut nicht verzichtet werden. Doch wie trägt man den Doktorhut nun richtig?
Richtig aufsetzen
Der Collegehut ist in der Regel in Einheitsgröße gehalten und wird aufgrund seiner Flexibilität auf nahezu jedem Haupt einen sicheren Platz finden. Bei der Herstellung werden eher leichte Kunstfasern verwendet, die auch bei höheren Temperaturen in den Sommermonaten angenehme Kühle spenden. Hochwertige Doktorhüte verfügen außerdem im Kopfbereich über eine zusätzliche Polsterung, wie zum Beispiel der Doktorhut der Marke Lierys. Durch den flexiblen Stoff kann der Hut ganz einfach aufgezogen werden. Achte jedoch darauf, dass der Gummizug hinten am Kopf sitzt. Wichtig ist außerdem, dass der viereckige Hut aufgesetzt mit einer Spitze nach vorne zeigt. Der Hut sollte nun mittig auf deiner Stirn sitzen und die flache Oberseite sollte gerade sein, also parallel zum Boden verlaufen.
Die passende Quaste
Sitzt der Hut auf deinem Haupt? Perfekt! Dann fehlt nur noch die passende Quaste. Falls dein Hut noch mit keiner Quaste versehen ist, denke daran, diese vor dem Aufsetzen zu befestigen. Die Schlaufe der Quaste wird dabei einfach über den kleinen Knopf auf der Mitte der Oberseite des Huts gelegt und festgezogen. Bei der Auswahl der Quaste kannst du außerdem darauf achten, diese in der passenden Farbe entsprechend deiner Fakultät zu wählen. Du kannst die Quaste und den Hut zudem, wenn es deine Universität zulässt, mit schönem Zubehör, wie z. B. einem Anhänger oder Verzierungen, dekorieren.
Traditionen befolgen
Nun kann es losgehen. In vielen Ländern ist es Tradition, dass man vor der Zeremonie oder Verleihung die Quaste auf der rechten Seite des Huts trägt. Nach der Verleihung wird sie schließlich auf die linke Seite geworfen. Man hat, vor allem in den USA, den Hut während der gesamten Dauer der Abschlussfeier zu tragen – außer wenn die Nationalhymne erklingt. Erst im Anschluss wird der Hut abgenommen und kollektiv in die Höhe geworfen.
Zum Abschluss
Nach der Zeremonie wird der Doktorhut in aller Regel eher zum Zwecke der Erinnerung sein Dasein in den Regalen der Absolventen fristen. Eher selten findet sich ein weiterer Anlass, bei dem dieser Hut ein zweites Mal getragen werden kann. Man kann den Doktorhut in gewisser Weise mit einem Zylinder für Bräutigame vergleichen. Auch dieser Hut hat im Normalfall nur einen Auftritt, der jedoch mit Sicherheit jedem Träger für immer in Erinnerung bleibt.
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