Chenille

Chenille

Was ist Chenille? Chenille ist eine Faser, die nach der Weiterverarbeitung zum gleichnamigen Stoff weiche und flauschige Eigenschaften aufweist. Der Name kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „Raupe“. Den Namen bekam das Garn durch sein Aussehen, das mit seinen vielen abstehenden Härchen einer flauschigen Raupe ähnelt. Der Grundstoff, aus dem das Garn hergestellt wird, ist meist Baumwolle, Viskose oder Acryl.

Seinen historischen Ursprung hat der Stoff im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Später um 1830 wurde er in Großbritannien verbreitet, wo ein Paisley-Fabrikant eine Technik zur Herstellung von besonders weichen Schals entwickelte. Chenille ist seit den 70er Jahren immer beliebter geworden und wird heutzutage hauptsächlich für Möbel, aber z. B. auch für Schals und Handschuhe verwendet.

Hergestellt wird das Garn aus zwei Fäden. Der eine bildet die so genannte Seele, worum sich viele kurze Fäden (Florfäden) legen. Nach dem Verdrehen des inneren Fadens und mit Hilfe von heißem Wasserdampf entsteht ein Garn mit rechtwinklig abstehenden Härchen, die nach Belieben gekürzt werden können.

Trotz seiner Hochwertigkeit und samtigen Optik sind Textilien aus Chenille pflegeleicht und lassen sich in der Waschmaschine reinigen.