Kippah

Was ist eine Kippah? Die Kippah ist eine jüdische Kopfbedeckung für Männer. Als Zeichen der Gottesfurcht verdeckt diese kleine kreisförmige Mütze den Hinterkopf des Trägers und wird zum besseren Halt gelegentlich mit einer Metallklammer am Haar befestigt. Im heutigen Israel gibt die Kippah ähnlich wie die palästinensische Kufiyah zudem Auskunft über die religiöse und politische Gesinnung des Trägers. Das ebenfalls als Yarmulke bezeichnete Käppchen wird beim Beten oder dem Besuch heiliger jüdischer Stätten getragen. Obgleich es im Gegensatz zu den Frauen im alten Israel für Männer abgesehen von wenigen feierlichen Anlässen nicht nötig war, ihr Haupt zu bedecken, setzte sich dieser Brauch seit dem 16. Jahrhundert zunehmend durch. Selbst Gäste und Besucher sind beim Betreten jüdischer Friedhöfe und Synagogen aufgefordert, aus Respekt auch diese oder eine andere Kopfbedeckung aufzusetzen. Orthodoxe Juden verwenden die Kippah sogar im Alltag, um ihre Bescheidenheit vor Gott zu signalisieren.

Diese jüdische Kopfbedeckung ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem formgleichen Scheitelkäppchen ranghoher katholischer Geistlicher, genannt Pileolus, Zucchetto oder auch Soli Deo.