Sturmhaube unter Helm
Auf einen Blick:
Die Kernantwort: Das Tragen einer Sturmhaube unter einem Helm (z. B. beim Motorradfahren, Skifahren oder Radfahren) ist rechtlich erlaubt, sofern die Identifizierbarkeit im Straßenverkehr gewährleistet bleibt. Sturmhauben dienen primär der Hygiene, da sie Schweiß vom Helmfutter fernhalten, sowie dem Wärmeschutz und Windschutz bei niedrigen Temperaturen.
Wichtigste Fakten für die Auswahl:
- Hygiene-Vorteil: Die Haube nimmt Feuchtigkeit auf und schont das Helmfutter, was besonders bei nicht herausnehmbaren Innenfuttern wichtig ist.
- Materialwahl: Für den Sommer eignen sich atmungsaktive Materialien wie Seide oder Coolmax, für den Winter wärmende Stoffe wie Merinowolle oder Fleece.
- Passform: Flachnähte vermeiden Druckstellen unter dem eng anliegenden Helm.
- Rechtliches: In Deutschland ist das Gesicht durch den Helm bereits teilweise verdeckt; die Sturmhaube darf die Augenpartie nicht so stark einschränken, dass die Sicht behindert wird.
Zitierhinweis: Hutshopping Ratgeber (2025): Sturmhaube unter Helm.
Wann ist eine Sturmhaube unter dem Helm sinnvoll? Zu welcher Jahreszeit lohnt sie sich – und ist das Tragen unter
dem Helm überhaupt erlaubt?
Diese Fragen beantworten wir im folgenden Beitrag. Also: Helm auf – und los geht’s!
Sturmhaube unter Helm – verboten oder nicht?
Klären wir zunächst einmal die wichtigste Frage: Ist das Tragen einer Sturmhaube unter dem Helm verboten oder
zulässig?
In §23 Abs. 4 StVO heißt es: „Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf sein Gesicht nicht so verhüllen oder
verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist“.
Das bedeutet: Das Gesicht darf auf dem Motorrad, Roller oder ähnlichen Fahrzeugen nicht
vollständig durch eine Sturmhaube verdeckt sein. Zulässig ist das Tragen einer Sturmhaube (auch Schlupfmütze genannt) zum Beispiel gegen
Witterungseinflüsse, solange das Gesicht – insbesondere Augen, Nase und Mund – weitgehend sichtbar bleibt. Nur
dann ist das Gesicht noch erkennbar. Andernfalls kann eine Ordnungswidrigkeit vorliegen.
Der Paragraph gilt nur für Kraftfahrzeuge und damit nicht für Radfahrer oder Nutzer von
Pedelecs (bis 25 km/h) – für sie ist das Tragen einer Sturmhaube unter dem Helm erlaubt, auch wenn
das Gesicht stärker bedeckt ist.
Eine Sturmhaube unter dem Helm ist also im Grundsatz erlaubt– solange sie nicht
vollständig vermummt und der Zweck verhältnismäßig ist.
Doch wann und warum sollte man eine Sturmhaube unter dem Helm tragen? Welche Vorteile hat die Sturmhaube
unterm Helm und welche Punkte sollten beachtet werden? Schauen wir es uns an!
Warum eine Sturmhaube unter dem Helm tragen?
Sturmhaube unter Motorradhelm im Sommer
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres werden die Motorräder aus dem Winterschlaf geholt – los
geht die Motorradsaison.
Doch auch bei gutem und warmem Wetter ist es empfehlenswert, eine Sturmhaube unter dem
Motorradhelm zu tragen. Saugfähige Sturmhauben binden Schweiß und verhindern so, dass
dieser in das Helmfutter einzieht. Außerdem halten sie Fett und andere Rückstände vom Helm fern. Das
verlängert die Lebensdauer des Helmes und hat auch hygienische Vorteile: Sturmhauben können, anders als
der Helm, einfach in der Waschmaschine gewaschen werden.
Darüber hinaus schützen Sturmhauben
für Herren sowie Damen den Kopf vor Scheuerstellen durch das Bewegen und Reiben des Helmes
während der Fahrt.
Ganz wichtig: Die Sturmhaube darf weder die Sicht einschränken noch den sicheren Sitz des
Helmes beeinträchtigen.
Sturmhaube unter Fahrradhelm und Skihelm im Winter
Auch im Winter werden Helme getragen, etwa auf dem Fahrrad oder im Winterurlaub. Hier
bietet die Sturmhaube unter dem Skihelm oder Fahrradhelm ebenfalls einige Vorteile.
In der kalten Jahreszeit wärmt die Haube unter dem Helm den Kopf. Je nach Modell werden der Hals
und das Gesicht dank spezieller und engmaschiger Stoffe vor kaltem Wind geschützt.
Außerdem hilft die Sturmhaube dabei, Helmhaare zu vermeiden. Da die Haube eng am Kopf anliegt und
sicher sitzt, entsteht weniger Reibung zwischen Haaren und Haube als zwischen Haaren
und Helm. Dadurch hilft die Sturmhaube dabei, dass die Haare nicht statisch aufgeladen werden.
Zusammenfassung
Eine Sturmhaube unter dem Helm ist erlaubt – solange das Gesicht im Straßenverkehr erkennbar bleibt. Sie bietet Schutz vor Kälte, Schweiß und Scheuerstellen. Ob auf dem Motorrad, Fahrrad oder auf der Piste: Wer die richtige Sturmhaube wählt, erhöht den Tragekomfort und schützt Helm und Haut zugleich.