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HutzubehörHutpflege und Aufbewahrung
Auf einen Blick:
Die Kernantwort: Die richtige Pflege und Lagerung verlängert die Lebensdauer eines
Hutes erheblich. Beim Reinigen gilt grundsätzlich: Trockenreinigung vor Feuchtreinigung. Der Hut sollte
regelmäßig mit einer speziellen Hutbürste gegen den Uhrzeigersinn abgebürstet werden sollten. Manche
Hüte können auch feucht oder sogar in der Waschmaschine gereinigt werden, hierbei unbedingt das
Waschetikett beachten. Eine regelmäßige Imprägnierung mit einem speziellen Imprägnierspray schützt vor
Schmutz und Feuchtigkeit. Zur Aufbewahrung sollte der Hut immer auf dem Kopf (auf der Krone) in einem
Hutkoffer gelagert werden. Ein Hutspanner verhindert zusätzlich Verformungen.
Wichtigste Tipps aus dem Pflege-Guide:
- Reinigen: Eine schonende Trockenreinigung steht im Vordergrund. Mithilfe einer weichen Bürste oder eines leicht feuchten Tuchs lassen sich oberflächlicher Staub und Verunreinigungen entfernen, ohne die Struktur des Materials zu belasten.
- Imprägnieren: Die Verwendung eines passenden Imprägniersprays dient dem Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz. Ein gleichmäßiger Auftrag aus ausreichender Entfernung macht das Material wetterfester, während die Atmungsaktivität erhalten bleibt.
- Schweißband: Aufgrund des direkten Hautkontakts bedarf das Innenband regelmäßiger Aufmerksamkeit. Gelegentliches Abwischen mit einem feuchten Tuch und milder Seifenlauge trägt zur Hygiene bei und beugt materialbedingten Schäden durch Schweißrückstände vor.
- Aufbewahren: Eine trockene, kühle und lichtgeschützte Lagerung ist ideal. Um die Krempe zu entlasten, erfolgt die Aufbewahrung am besten kopfüber auf der Krone oder in einer speziellen Hutschachtel, wodurch die Passform langfristig gesichert wird.
Zitierhinweis: Hutshopping Ratgeber (2020) | Hutpflege und Aufbewahrung
Es ist so weit: Du hast dich endlich für einen brandneuen Hut entschieden. Jeder kennt dieses Gefühl, dass man ihn nach dem ersten
Aufsetzen gar nicht mehr absetzen möchte. Er ist super bequem, einfach stylisch und schützt angenehm vor der
Sonne, Nässe oder auch Kälte.
Doch es kommt der Tag im Leben eines Hutträgers, an dem der Hut schmutzig wird, vielleicht sogar etwas
kaputtgeht oder für eine längere Zeit abgesetzt wird. Damit dein Hut ein langlebiger und treuer Begleiter wird,
haben wir die wichtigsten Pflegetipps in diesem Blog für dich zusammengefasst.
Imprägnieren – keine Chance für Schmutz
Materialien wie hochwertiges Biberhaar haben von Natur aus sehr gute schmutz- und wasserabweisende Eigenschaften.
Diese werden allerdings nicht allen Hüten in die Wiege gelegt. Baumwolle ist beispielsweise sehr saugfähig und
kann sich sogar nach dem Trocknen zusammenziehen. Keine Sorge, für diesen und viele weitere Fälle gibt es eine
einfache Lösung: das Imprägnierspray!
Alle Leder- und Textilarten können dadurch mit einem unsichtbaren Film überzogen werden. Dieser Film ist
kein Blockbuster, sondern besteht aus Silikonharzen und besonderen Wirkstoffen, die Wasser, Schmutz und Fett
abperlen lassen. Es lohnt sich übrigens auch, Hüte aus abweisenden Materialien wie Haarfilz zu
imprägnieren – die Gründe dafür findest du in der untenstehenden Liste.
Die Vorteile von Imprägnierspray
- Schützt vor Durchnässung
- Schützt vor Verschmutzung
- Verlängert die Haltbarkeit der Stoffe
- Schont den Hut und erhält die Farbe
Durch eine Imprägnierung kann es also passieren, dass du deinen Lieblingshut auch nach jahrelangem Gebrauch noch oft und gerne trägst, weil alle Eigenschaften wunderbar erhalten bleiben. Was bei guten Imprägniersprays hingegen nicht passieren kann, ist, dass sie deine Gesundheit gefährden. Die Sprays bestehen größtenteils aus unbedenklichen Paraffinen, die aus Erdöl gewonnen werden. Kerzen, Petroleum und Cremes wie Vaseline enthalten übrigens ebenfalls in größeren oder kleineren Mengen Paraffin. Auch Kunstharze und Silikone finden aufgrund ihrer wasserabstoßenden (hydrophoben) Eigenschaften und relativ umweltschonenden Zusammensetzung Verwendung als Imprägniermittel.
Welches Imprägnierspray soll ich benutzen?
Aufgrund der breit gefächerten Anwendungsmöglichkeiten ist grundsätzlich ein
Universal-Imprägnierer empfehlenswert. Er ist für Kopfbedeckungen aller Art geeignet – egal ob
Filz, Leder oder andere Textilarten. Besonders hilfreich: Mit ihm können auch alle Funktionsstoffe wie GORE-TEX®
behandelt werden, um deren wasserabweisenden Eigenschaften noch einmal ein wenig aufzufrischen. Durch häufiges
Waschen können diese nämlich auch einen Teil ihrer Funktionen einbüßen.
Viel wichtiger als die Wahl des Imprägniersprays ist aber die Art und Weise der
Anwendung:
1. Der Hut muss auf jeden Fall sauber sein. Wenn er neu sein sollte, ist das gar kein Thema. Wenn man ihn
schon länger getragen hat und merkt, dass er ein bisschen schmutzig ist, sollte er auf jeden Fall ordnungsgemäß
gereinigt werden – Tipps zur Reinigung gibt es weiter unten.
2. Das Spray möglichst im Freien benutzen. Wenn das nicht möglich ist, sollte man auf jeden Fall die
Fenster geöffnet haben und für eine gute Durchlüftung sorgen.
3. Die Dose gut schütteln, senkrecht halten und das Spray aus einer Entfernung von 20 bis 30 cm auf den
Hut aufsprühen. Hier sollte man vor allen Dingen darauf achten, dass man gleichmäßig aufsprüht – und auch nicht
zu viel. Da heißt es also nicht unbedingt: „Viel hilft viel“ – lieber den Vorgang öfter wiederholen.
4. Wenn man das alles gemacht hat, sollte man am Ende darauf achten, dass man den imprägnierten Hut ein
paar Minuten trocknen lässt und den Imprägnierungsvorgang regelmäßig wiederholt, damit der Hut dauerhaft
geschützt ist. Der Wetterschutz nutzt sich ansonsten gerade bei hoher Beanspruchung schnell ab.
Reinigen – jeden Tag in voller Pracht
Ein weiterer wichtiger Baustein beim Thema Hutpflege ist die Reinigung. Eine einfache Variante hierbei ist die
Verwendung von Textilbürsten. Besonders bei Filzhüten ist das regelmäßige Bürsten ein Muss. Fangen wir mit den Basics an. Für
dunkle Hüte sollte eine dunkle Bürste verwendet werden und für helle Hüte sollte eine helle Bürste verwendet
werden – so weit, so einfach. Außerdem ist eine Trockenreinigung einer Feuchtreinigung immer
vorzuziehen. Sobald der Hut feucht ist, besteht nämlich die Gefahr, dass der Schmutz eigentlich nur verteilt
wird.
Bei der Reinigung mit einer Hutbürste geht man wie folgt vor: Als Erstes setzt man die Bürste an und geht
dann mit der Bürste den Hut entlang, um alle schmutzigen Stellen zu reinigen. Bei Haarfilz oder bei Filzen mit
längeren Fasern muss man auf jeden Fall darauf achten, dass man mit der Haarstruktur
bürstet.
Oberflächlicher Schmutz, der sehr hartnäckig ist, kann bei Haarfilzhüten auch vorsichtig mit leichtem
Schleifpapier entfernt werden. Tiefere Flecken sollten mit einem Tuch und ein wenig
Reinigungsmittel herausgetupft werden. Schließlich können manche Hüte auch ganz einfach per Handwäsche oder
sogar in der Waschmaschine gereinigt werden. Bevor du das jedoch probierst, achte bitte
unbedingt auf die entsprechenden Symbole auf dem Hutetikett! Grundsätzlich betrifft dies nämlich nur bestimmte
Stoffhüte. Genaue Pflegehinweise zu den verschiedensten
Materialien kannst du auch noch einmal in unserem ausführlichen Stoffratgeber nachlesen.
Profi-Tipp: Schweißband reinigen
Die Reinigung des Hutinnenbandes, auch Schweißband genannt, sollte ebenfalls von Zeit zu Zeit vorgenommen werden. Es lässt sich ganz einfach mit ein paar Hausmitteln reinigen:
Schweißbandreinigung
- Eine Schale mit lauwarmem Wasser nehmen,
- einen kleinen Spritzer Zitronensäure oder Spülmittel hinzugeben,
- damit einen Schwamm befeuchten und den Schmutz langsam ausreiben,
- den gesamten Vorgang nochmals mit klarem Wasser wiederholen.
Aufbewahren – stets in Form bleiben
„Was ist denn hier passiert? Vor ein paar Wochen sah der noch nicht so aus!“ Selbst wenn der Hut nun fachmännisch
gereinigt und imprägniert wurde, kann er sich bei falscher Aufbewahrung über die Zeit verformen. Damit du deine
Hüte wirklich jederzeit in voller Pracht präsentieren kannst, geben wir dir jetzt noch die wichtigsten Tipps zur
Hutaufbewahrung.
Wenn man zu Besuch bei jemandem oder unterwegs ist, hat man meistens keine Hilfsmittel zur Verfügung.
Obendrein ist es in geschlossenen Räumen nach offiziellem Hutknigge erwünscht, den Hut abzusetzen – was also
tun? Die allermeisten Hutformen, wie z. B. Cowboyhüte
und Pork Pies, sollten auf der Krone gelagert werden, damit die Krempe sich
nicht verbiegt. Bei anderen Formen, wie z. B. Glockenhüten, wird das schon schwieriger. Ein
Garderobenhaken kann da die Rettung sein. Hier kommt aber bereits die nächste Hürde: Große Hüte
passen oftmals nicht an Wandhalterungen oder Garderoben.
Zu Hause empfehlen wir dir deshalb, einen speziellen Huthaken, eine
Hutstütze oder einen Hutspanner als Formenhalter zu verwenden. Mit Hutständern
wird dabei nicht nur die Form gehalten, sie helfen auch, den Überblick zu bewahren: Alle Hüte sind stets im
Blick und können passend zum Outfit ausgewählt werden.
Eine letzte Möglichkeit wäre der Hutkoffer, der
sich auch besonders gut für Reisen eignet. Selbst große Hüte finden dort Platz und vielleicht
kann direkt ein passender Schal dazugelegt werden. Doch wie genau verwende ich eine Hutschachtel?
Die Verwendung einer Hutbox
- Die Maße des Hutes sollten nur minimal kleiner sein als der Koffer.
- Der Hut sollte nicht gequetscht werden, aber auch nicht zu viel hin und her rutschen.
- Die meisten Hüte, vor allem Modelle mit geschwungener Krempe, solltest du auf der Krone platzieren.
- Wenn der Hut richtig positioniert ist, schließt man den Deckel.
DIY-Hutkoffer
Wenn du keinen Hutkoffer haben solltest, ist das übrigens gar kein Problem. Man kann sich auf Reisen auch anders
helfen. Wie einfach das sein kann, zeigt unsere folgende kurze Anleitung für eine selbstgemachte
Hutbox:
1. Einen Koffer mit ein wenig Kleidung auslegen.
2. Den Hut von innen mit anderer Kleidung ausstopfen (leichte Sachen wie T-Shirts und Socken).
3. Rund um den Hut die restliche Kleidung in den Koffer legen.
4. Der Hut ist so bei geschlossenem Koffer geschützt und kann mit auf die nächste Reise.
Wo wir gerade bei DIY sind, gibt es noch einen kleinen Tipp dazu: Sollte eine Hutschachtel nicht mehr
gebraucht werden, kann sie auch als wunderschönes Deko-Element genutzt werden – zur
Aufbewahrung von anderen Dingen oder als Topf für Blumen. Hutaufbewahrung kann so schön sein!